Nach der cena im Triclinium des C. Flavius (Teil 4)
Inzwischen ist es spät geworden. Die beiden Senatoren denken mit Unbehagen an den nächsten Tag. Es steht wieder eine Senatssitzung bevor, die wenig fruchtbar zu werden verspricht. Außerdem verschwinden immer wieder einige Senatoren. Die Proskriptionen gehen weiter.
C. Flavius (müde): „Ich denke, wir sollten für heute langsam ein Ende finden. Danke, Aristos, dein Extraunterricht war angenehm ablenkend – aber wir haben morgen früh wieder eine Sitzung in der Kurie.“
M. Claudius (beifällig): „Richtig, wir sollten es heute nicht übertreiben. Doch habe ich noch eine Frage an unsere beiden Söhne: Welche Argumentationslinie zeigt Cicero auf?“
Lucius und Quintus sind erschöpft und gähnen. Trotzdem finden sie nach dem umfangreichen Training des Tages schnell eine zufriedenstellende Antwort.
M. Claudius (aufgeräumt): „Sehr gut. Komm, Quintus, dann verabschieden wir uns jetzt und gehen nach Hause. Gaius, wenn es dir recht ist, besuche ich dich morgen Abend erneut, damit wir nach der cena wieder alle gemeinsam in die Rhetorik Ciceros abtauchen können. Zurzeit scheint mir das eine sehr sinnvolle Beschäftigung zu sein.“
C. Flavius (leicht resigniert): „Du hast völlig recht, Marcus. Anders als hier können wir Rhetorik ohnehin nicht praktizieren. Dann also bis morgen. Nehmt einen meiner Leibwächter mit, damit ihr im Dunkeln sicher nach Hause gelangt.“
M. Claudius (erfreut): „Vielen Dank. Ich revanchiere mich bei Gelegenheit. Gute Nacht.“
M. Claudius und Quintus verlassen das Haus des C. Flavius, während Aristos und Lucius in ihren Zimmern verschwinden. Nur C. Flavius bleibt im Triclinium zurück und hängt seinen Erinnerungen an Caesar nach …