• Projektidee

    • Wenn Schülerinnen und Schüler im Mathematikunterricht verständig mit Begriffen, Zusammenhängen und Verfahren umgehen sollen, dann benötigen sie tragfähige inhaltliche Vorstellungen zu den entsprechenden (abstrakten) fachlichen Gegenständen. Dies betrifft insbesondere den Umgang mit Funktionen - einem der anspruchsvollsten mathematischen Konzepte der Sekundarstufe I.

      Für einen adäquaten Vorstellungsaufbau ist es zunächst wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler gehaltvolle außer- und innermathematische Anwendungen des Funktionsbegriffs kennenlernen. Ebenso wichtig ist dabei die intensive Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Darstellungsmöglichkeiten für Funktionen (Beschreibung in der Anwendungssituation, Wertetabelle, Schaubild, Funktionsgleichung). 

      Die verschiedenen Darstellungen unterstützen dabei die Betrachtung einer jeweiligen Funktion unter spezifischen Perspektiven: 

      • Auswertung der Funktion an einer Stelle (Zuordnung)
      • Betrachtung von Wertepaaren (Zuordnung)
      • Verhalten der Funktionswerte in Abhängigkeit von den Argumenten (Änderungsverhalten)
      • Charakteristika der Funktion (Sicht als Ganzes)



      Der Umgang mit Darstellungen und der Wechsel zwischen Darstellungen wird durch digitale Werkzeuge (z.B. Mathematiksoftware wie GeoGebra, allgemeine Office-Programme wie Tabellenkalkulation oder moderne grafikfähige Taschenrechner) besonders effektiv und effizient unterstützt. Im Rahmen des hier vorgestellten Projektes wurden zentrale Unterrichtsreihen zur Zuordnungs- und Funktionentheorie der Sekundarstufe I durch den gezielten Einsatz solcher digitalen Werkzeuge (hier MMS - Modulare Mathematik Systeme genannt) angereichert.

      Weiterführende (praxisorientierte) Literatur zum Thema
      Roth, J. & Lichti, M. (2021). Funktionales Denken entwickeln und fördern. In: mathematik lehren, Heft 226, S. 2-10.