3 Aneignung 1

3 Aneignung: Kunststoffe und Stoffkreisläufe 

Plastikmüll bestehen aus den unterschiedlichsten Kunststoffen mit den verschiedensten Eigenschaften. Die einen sind weich und verformbar, die anderen hingegen fest und unnachgiebig. Chemisch betrachtet sind Kunststoffe sogenannte Polymere

Dies sind lange Ketten, die durch die Verknüpfung von vielen kürzeren Molekülen entstehen. So ein einzelner Baustein wird als Monomer bezeichnet. Eine Kette kann aus bis zu 200.000 Monomeren bestehen. Deshalb werden diese riesigen Moleküle auch als Makromoleküle bezeichnet.


 

Polymere kommen auch in der Natur vor: Natürliche Polymere 

Polymere gab es schon immer. Sie kommen überall in der Natur und auch im Menschen vor, z. B. als Naturfasern in Pflanzenzellen in Form von Seide oder Haaren. In Baumwolle sind Zuckermoleküle (Glucose) als Monomere zu Vielfachzuckern (Polysacchariden) verknüpft. In Stärke sind diese Monomere spezielle Zuckermoleküle (α-D-Glucose). Sogar unsere DNA, der Träger unserer Erbinformationen, ist ein Polymer.



Vor ungefähr 100 Jahren haben die Menschen es geschafft, Polymere durch chemische Reaktionen auch künstlich herzustellen. Diese künstlichen Polymere werden deswegen auch als Kunststoffe bezeichnet. Je nachdem, welche Ausgangsstoffe miteinander reagieren, entstehen verschieden aufgebaute Kunststoffe mit sehr unterschiedlichen Eigenschaften.

So hat eine Brotdose andere Eigenschaften als Frischhaltefolie oder eine Trinkflasche.

Die Ausgangsstoffe zur Herstellung der Kunststoffe für deine Lebensmittelverpackungen werden aus Erdöl gewonnen. Bei Erdöl handelt es sich um einen endlichen Rohstoff, also einen Stoff, der irgendwann aufgebraucht sein wird.


Forschende haben mittlerweile auch Kunststoffe aus nachwachsenden Rohstoffen entwickelt: Aus Schilfgras können z. B. Getränkeflaschen und Verpackungen hergestellt werden.



Sowohl natürliche als auch die künstliche Polymere bestehen aus langen Ketten. Sie werden gebildet, indem einzelne Monomere miteinander reagieren. Dieser Vorgang wiederholt sich immer wieder, bis eine lange Molekülkette entsteht, das Polymer. Der Begriff „Poly“ (aus Polymer) bedeutet „viele, mehrere“. Der Begriff „Mono“ (aus Monomer) bedeutet „alleine, einzeln“. Als Monomere können die unterschiedlichsten Moleküle genutzt werden. Kunststoffflaschen, die häufig als Müll in den Meeren landen, werden z. B. aus dem Monomer Ethen hergestellt.