QualiTIES - Qualifying Teachers for Innovative English Settings (OER)
Abschnittsübersicht
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QualiTIES - Einführung zur OER-Version
Willkommen bei QualiTIES
Die unterschiedlichsten Lernbedürfnisse, Lernwege und Voraussetzungen sowie sprachliche und kulturelle Vielfalt sind in allen Klassenstufen der Sekundarstufe I der Regelfall. Sie bedeuten zum einen eine Bereicherung des Unterrichts und des Schullebens, stellen gleichzeitig aber Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler vor neue Herausforderungen im Umgang mit vielfältigen Heterogenitätsdimensionen im Fachunterricht Englisch der Sekundarstufe I.
Aus diesem Grund wurde das hier vorliegende Blended Learning Fortbildungsangebot "QualiTIES“ durch das Ministerium für Schule und Bildung des Landes NRW beauftragt und in Kooperation zwischen der QUA-LiS NRW und dem Institute of English Studies der Leuphana Universität Lüneburg durch eine multiprofessionell besetzte Kommission entwickelt.
QualiTIES zielt auf die systematische Professionalisierung von Englischlehrkräften zum Umgang mit Heterogenität in ihren Lerngruppen und ermöglicht durch seinen Blended Learning Ansatz mit multimodalen und interaktiven Distanz- und Präsenzphasen eine individualisierte, zeit- und ortsunabhängige Auseinandersetzung mit Fortbildungsinhalten zu Ansätzen eines kommunikativen und handlungsorientierten Englischunterrichts, welche für den inklusiven und heterogenen Unterricht nutzbar gemacht werden können.
Das Design des Fortbildungsangebotes „QualiTIES“ orientiert sich an empirisch geprüften Prinzipien der Lehrkräfteprofessionalisierung und ermöglicht die Auseinandersetzung und Reflexion subjektiver Theorien des Englischunterrichts als auch deren Handlungsalternativen. Es werden Aufgabenformate in Form von Erprobungsräumen, Peer-Austausch und Reflexionselementen angeboten, welche zunächst auf eine fiktive heterogene Lerngruppe angewandt werden, jedoch im Nachgang die Analyse der eigenen Lerngruppe in Bezug auf die modular vorgestellten Inhalte zu unterschiedlichen Heterogenitätsdimensionen in den Fokus nimmt.
Gleichzeitig bietet der Kurs durch seine videografierten, wissenschaftlichen Fachvorträgen, welche an der Leuphana Universität Lüneburg von Prof. Dr. David Gerlach, Prof. Dr. Michael Legutke, Prof. Dr. Wolfgang Butzkamm, Dr. Anne Margaret Smith, und Ms. Philippa Way gehalten wurden, eine gezielte Auseinandersetzung mit unterschiedlichen, (unterrichts-)relevanten Aspekten und Didaktiken zum professionellen Umgang mit einer heterogenen Schülerinnen- und Schülerschaft im handlungsorientierten Englischunterricht. Wissenschaftlich abgesicherte Unterstützungsmaterialien zum Inklusiven Fachunterricht, welche durch die QUA-LiS NRW entwickelt und im Portal „Schulentwicklung NRW“ (www.schulentwicklung.nrw.de) hinterlegt wurden, weisen darüber hinaus Wege und Beispiele zu einer gezielten, heterogenitätssensiblen Unterrichtsgestaltung auf.
Die Fortbildung wurde in einem Theorie-Praxis Netzwerk bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern der Forschung, der Schulpraxis, der Schul- und Unterrichtsentwicklung sowie der verschiedenen Phasen der Lehrkräfteausbildung konzipiert, entwickelt und erprobt. So wurde sichergestellt, dass die vorgestellten Inhalte und gewählten Vermittlungsmethoden den Bedürfnissen praktizierender Englischlehrkräfte aller Schulformen entsprechen und eine Berücksichtigung theoretischer und empirischer Erkenntnisse zum inklusiven Englischunterricht und der Lehrkraftprofessionalisierung einschließen.
Um den Innovationscharakter der entwickelten Fortbildung Rechnung zu tragen, wurde die Pilotierung des Angebots mit quantitativen und qualitativen Methoden begleitend beforscht (vgl. Blume, C., Gerlach, D., Roters, B. & Schmidt, T. : Mindsets and reflection in teacher education for inclusive language classrooms. Zeitschrift für Fremdsprachenforschung, 32(1), 25–46., 2021). Erkenntnisse bzgl. der Entwicklung von subjektiven Theorien und inklusiven Englischlehrkompetenzen der Teilnehmenden werden bei der Gestaltung weiterer Maßnahmen angewendet.
Anmerkung zu den Nutzungsrechten von QualiTIES
QualiTIES wird hier nun mit einer OER – Lizenz zur Verfügung gestellt. Auf diese Weise können andere Professionalisierungsinstanzen von dem entwickelten Konzept und Materialien profitieren. Der hier gelebte Ansatz des Teilens kommt letztendlich Schülerinnen und Schülern zugute. Allerdings können aus datenschutzrechtlichen bzw. urheberrechtlichen Gründen einige Materialien sowie die Unterrichtsvideos nicht bereitgestellt werden. An den gegebenen Stellen im Kurs wird auf die Entfernung des Materials hingewiesen.
Bitte beachten Sie auch, dass die entwickelten Materialien nicht fortgeschrieben werden und der Kurs nicht gewartet werden kann. Aus diesem Grund kann es möglicherweise dazu kommen, dass Verlinkungen oder Websites nicht mehr aufrufbar sind.Die Nutzung des Moodle – Kurses kann unter der Lizenz CC-BY-NC-SA erfolgen.Willkommen im Moodle-Kurs der Fortbildung QualiTIES - Qualifying Teachers for Innovative English Settings.
Bevor Sie mit der Arbeit im Online-Modul beginnen, möchten wir Ihnen QualiTIES gerne in seinen Grundzügen vorstellen, das Konzept des Blended Learning und Elemente der Digitalen Bildung erläutern sowie Sie mit dem für diesen Kurs wichtigen Werkzeug H5P vertraut machen. Schauen Sie sich dazu zunächst bitte das Erklärvideo an:Und nehmen Sie sich danach einige Minuten Zeit und lesen Sie die Einführungstexte - sie bilden die Grundlage für diesen Kurs.
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QualiTIES - VorstellungIn diesem Blended Learning Kurs werden Sie verschiedene Module durchlaufen, in denen Sie sich mit den Herausforderungen und Chancen eines Englischunterrichts in (maximal) heterogenen Lerngruppen auseinandersetzen, die, unabhängig von der Schulform, an der Sie Englisch in der Sekundarstufe I unterrichten, ein täglicher Spagat sind.
Wie kann es uns gelingen, Schülerinnen und Schüler in all ihrer Diversität für das Fach Englisch zu begeistern? Wie gestalten wir unseren Fremdsprachenunterricht
“barrierefrei(er)” und “differenzsensibel(er)”, damit all unsere Schülerinnen und Schüler möglichst erfolgreich sein können?
Ausgehend von authentischen Fallbeispielen wollen wir diese Fragen mit Ihnen nicht nur fachwissenschaftlich bearbeiten, sondern Ihnen Ideen für die Planung und Durchführung Ihres Englischunterrichts aufzeigen, die sowohl Ihre Wahrnehmung von Heterogenität schärfen, als auch Ihr Handlungsrepertoire im Umgang mit heterogenen Lerngruppen im Fach Englisch erweitern können. -
Was ist Blended Learning?
In dieser Fortbildung befinden Sie sich, ggf. zum ersten Mal, in einer Blended Learning Lernumgebung. Blended Learning bezeichnet ein Lehr-/Lernsetting, in dem sich Online-Arbeitsphasen mit Treffen im Plenum abwechseln. Der Vorteil dieser Herangehensweise ist die Flexibilität, die hierdurch ermöglicht wird:
- Sie können sich mit den Online-Inhalten zu von Ihnen präferierten Zeiten und an Ihren bevorzugten Orten beschäftigen.
- Sie bestimmen, wie lange Sie sich mit bestimmten Inhalten auseinandersetzen wollen.
- Sie können ggf. einzelne Elemente wiederholen, überspringen oder anhand von weiterführenden Materialien vertiefend bearbeiten - je nach Interesse und Vorwissen.
Darüber hinaus ist mit E-Learning die Einbettung von interaktiven Elementen leichter zu realisieren: Sie können Videos schauen, in Foren kommentieren, Ihr Wissen konstruktivistisch aufbauen und selbst überprüfen, ohne Lernzwang oder Bewertung.
Grundlegende digitale Kompetenzen sind eine Voraussetzung für diese Art der Fortbildung. Sie haben schon die Sandbox durchlaufen, die Sie mit den wichtigsten Funktionen von Moodle vertraut gemacht hat. Im Verlauf des Kurses werden Sie weitere Funktionen von Moodle kennenlernen und Anregungen für die Arbeit mit unterschiedlichen digitalen Werkzeugen erhalten. So finden Sie immer wieder kurze technische Erklärungen, die Ihnen die verwendeten digitalen Werkzeuge vorstellen.
Trotz der vielfältigen Vorteile von E-Learning stellen technische Probleme und Bedienungsfragen für viele Nutzerinnen und Nutzer eine Herausforderung dar. Falls Sie Probleme im Laufe dieses Kurses mit der Handhabung von Moodle oder H5P haben, wenden Sie sich bitte jederzeit an die Moderatorinnen bzw. Moderatoren.
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H5P: Ein Werkzeug für E-Learning
In QualiTIES wird an vielen Stellen das digitale Tool
H5P eingesetzt. H5P ist eine freie und quelloffene Software, die zum Beispiel auch in die Bildungsmediathek NRW integriert ist. Sie ermöglicht es, interaktive Elemente wie Multiple-Choice-Fragen, Lückentexte, Drag & Drop-Angebote etc. an ausgewählten Stellen z.B. in Webseiten oder Filmen einzubinden. Die Liste der Aktivitäten ist lang und wird fortlaufend verlängert, denn H5P entwickelt sich im Sinne der Open Educational Resources kontinuierlich weiter. Im Verlauf dieses Kurses werden Sie verschiedene H5P-Aktivitäten kennenlernen, die sich auch für die Arbeit mit Schülerinnen und Schülern eignen. Viele dieser Aufgabenformate sind miteinander kombinierbar.
Die Bildungsmediathek hält eine detaillierte Anleitung bereit, wie Filme aus der Datenbank mit H5P zu interaktiven Videos umgebaut werden können.
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Hier finden Sie exemplarische Planungsraster für Präsenzveranstaltungen. Im Original-Kurs von QualiTIES finden sich hier darüberhinaus weitere Unterlagen für Moderierende, die aus datenschutzrechtlichen Gründen in der OER-Version nicht enthalten sind.
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Hinweise zum Umgang mit der Online-Umgebung
Die folgenden zwei Videos werden Ihnen einige Hinweise dazu geben, wie Sie sich in diesem Online-Kurs zurecht finden. Außerdem helfen sie dabei, etwaige technische Probleme mit einigen Aktivitäten des Lernmanagementsystems Moodle zu vermeiden:
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Hier schicken Moderatorinnen und Moderatoren Nachrichten an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kurses. Diese werden automatisch an die E-Mail-Adresse weitergeleitet, mit der Sie registriert sind.
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In diesem Forum tauschen sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer untereinander und mit dem Moderationsteam aus. Sie können einstellen, ob diese Nachrichten automatisch an die E-Mail-Adresse weitergeleitet werden, mit der Sie registriert sind.
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Hier haben alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kurses Schreibrechte und können eigene Materialien in Form von PDFs, Worddokumenten oder beliebigen anderen Formaten bereitstellen.
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Das Glossar dient als Nachschlagewerk für diesen Kurs. Viele Fachbegriffe, die in den einzelnen Modulen angesprochen werden, sind hier kurz definiert.
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Nutzen Sie dieses Wiki zur Dokumentation und Bereitstellung von Unterrichtsmethoden und -materialien für sich und andere Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
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Im ersten Modul von QualiTIES - Qualifying Teachers for Innovative English Settings möchten wir Sie mit dem für diese Fortbildung wichtigen Begriff der Heterogenität im Englischunterricht und unserem Verständnis des Heterogenitätsbegriffs vertraut machen.

Wir verstehen Heterogenität in Anlehnung an den Referenzrahmen Schulqualität NRW (RSSQ NRW 2020, S. 28f.) in ihrer Mehrdimensionalität von genderspezifischen, kulturellen und sprachlichen Aspekten bis hin zu Diversitätsmerkmalen wie u. a. behinderungsspezifischer Bedürfnisse im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention.
Heterogenität wird wertgeschätzt, indem die individuelle Potentialentwicklung und die Entwicklung von Gemeinschaften im Fokus stehen. Auf der Grundlage gemeinsam im Dialog entwickelter Werte werden Schulentwicklungsprozesse gestaltet, die gemeinschaftlich und partizipativ angelegt sind (vgl. Booth/Ainscow 2017).
Die Perspektive richtet sich einerseits auf Barrieren im System, die abgebaut werden sollen, da sie Lern- und Partizipationsmöglichkeiten be- oder verhindern, und andererseits auf Ressourcen, die Unterstützung bieten bzw. bieten könnten, bisher jedoch ungenutzt oder unerkannt geblieben sind und mobilisiert werden sollen. Ein komplexes Verständnis, in dem die Person und nicht die Behinderung, die Herkunft, die sexuelle Orientierung, das Geschlecht, ... im Zentrum stehen, kann nur durch eine gemeinsame, interdisziplinäre Sprache erreicht werden. Eine interdisziplinär angelegte und durchgeführte Lern- und Entwicklungsplanung ist in diesem Sinne Ausgangspunkt für die ressourcenorientierte Planung und Gestaltung des Lehrens und Lernens, die an den heterogenen Lernausgangslagen, Lernvoraussetzungen und Lernentwicklungen der Schülerinnen und Schüler ausgerichtet ist.
Sie werden in der Auseinandersetzung mit einer Ihrer eigenen Klassen sowie mit unserer Modellklasse Ihre Vorstellungen und Konzepte von Heterogenität im Englischunterricht durchdenken, weiterentwickeln und im weiteren Verlauf der Fortbildung gemeinsam mit anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern Strategien entwickeln, unterschiedlichste Heterogenitätsdimensionen in Ihrem Unterricht zu berücksichtigen.
Ihre eigenen Erfahrungen und Ihr Wissen als praktizierende Lehrkraft spielen dabei ebenso eine Rolle wie Ihnen möglicherweise noch unbekannte Unterstützungsbedarfe, soziale oder auch emotionale Hintergründe eines Kindes und weitere Faktoren, die den Umgang mit einer heterogenen Schülerschaft im Englischunterricht zur Herausforderung machen.
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Die Auseinandersetzung mit den Herausforderungen und Chancen unseres Englischunterrichts in heterogenen Lerngruppen ist der zentrale Inhalt in dieser Fortbildung. Zu Beginn möchten wie Sie deshalb bitten, sich eine ihrer Lerngruppen in Bezug auf deren Heterogenität näher anzuschauen.
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Laden Sie sich die Beschreibungen der Schülerinnen und Schüler der Klasse 7c hier in tabellarischer Form als PDF herunter. Sie werden im weiteren Verlauf des Kurses darauf zurückgreifen.
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Mit den folgenden Materialien bieten wir Ihnen die Möglichkeit, einzelne Aspekte des Moduls individuell zu vertiefen.
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Im weiteren Verlauf dieser Fortbildung werden Sie immer wieder auf Videoausschnitte aus aufgezeichneten Unterrichtsstunden treffen. Voraussetzung für die Arbeit mit diesem Material ist eine Zustimmung zu den Nutzungsbedingungen und eine Auseinandersetzung mit dem Ansatz der Unterrichtsvideographie in der Lehrerfortbildung.
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An dieser Stelle werden in QualiTIES die Lehrerinnen vorgestellt, deren Unterricht gefilmt wurde. Aus datenschutzrechtlichen Gründen können diese Videos hier nicht eingebunden werden.Vorstellung Frau P.
Unterrichtseinheit: A trip to London | Gesamtschule | Klasse A
Die Unterrichtseinheit basiert auf Planungen, die auf der Webseite der QUA-LiS NRW als Planungen für eine Gymnasialklasse ausgewiesen wurden. Material und Planungen wurden von der Lehrerinnen entsprechend für ihre Lerngruppe an einer Gesamtschule adaptiert.

Vorstellung Frau L.
Unterrichtseinheit: A trip to London | Gesamtschule | Klasse B
Die Unterrichtseinheit basiert auf Planungen, die auf der Webseite der QUA-LiS NRW als Planungen für eine Gymnasialklasse ausgewiesen wurden. Material und Planungen wurden von der Lehrerinnen entsprechend für ihre Lerngruppe an einer Gesamtschule adaptiert.

Vorstellung Frau B.
Unterrichtseinheit: Your dream job | GymnasiumDie Unterrichtseinheit basiert auf Planungen, die auf der Webseite der QUA-LiS NRW als Planungen für eine Gymnasialklasse ausgewiesen wurden. Material und Planungen wurden von der Lehrerinnen entsprechend für ihre Lerngruppe an einer Gesamtschule adaptiert.

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Modul 2: Von der Diversitätssensibilität zum kompetenzorientieren, differenzsensiblen Englischunterricht
Hören Sie sich zu Beginn dieses Moduls eine Diskussion aus einer Gruppenarbeitsphase unserer Klasse 7c an. Vergegenwärtigen Sie sich danach, welche individuellen und gruppenspezifischen Faktoren diese Unterrichtsphase beeinflussen.Anschließend entscheiden Sie sich für drei aus sechs Minimodulen zu unterschiedlichen Implikationen von Heterogenität im Englischunterricht:- "Acceptance, please!" Gendersensibler Englischunterricht
- "Reed dat pliehs!" LRS und Co im Englischunterricht
- "Attention, please!" Förderung von Aufmerksamkeit im Englischunterricht
- "L1, 2, 3, please!" Soziokulturelle Vielfalt und Mehrsprachigkeit im Englischunterricht
- "English, please!" Nutzung der Zielsprache im Englischunterricht
- "With help, please!" Sonderpädagogische Förderschwerpunkte im Englischunterricht
Jedes der sechs Minimodule bietet Ihnen:
- Einführung in die Thematik
- Einblick in die Perspektiven von Schülerinnen und Schülern
- Aktuelle fachdidaktische Grundlagen
- Hinweise zur Umsetzung der genannten diversitätssensiblen Prinzipien
- Reflektionsaufgaben für die eigene Praxis
- "Acceptance, please!" Gendersensibler Englischunterricht
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In diesem Minimodul geht es um unterschiedliche Aspekte des gendersensiblen Englischunterrichts. In der Sekundarstufe I findet die Identitätsentwicklung in der Auseinandersetzung mit Fragen der Sexualität und Geschlechterrollen statt. Diese Thematiken können im Englischunterricht nicht ausgeklammert werden, da sie sowohl sprachlich als auch inhaltlich präsent sind. In diesem Modul wird v.a. die Nutzung von gendersensibler Sprache fokussiert, da diese sowohl inhaltliche als auch emotional relevante Aspekte des Unterrichts beeinflusst.
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Mit den folgenden Materialien bieten wir Ihnen die Möglichkeit, einzelne Aspekte des Minimoduls individuell zu vertiefen.
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In diesem
Minimodul sind die Herausforderungen der englischen Sprache im Bereich des Lesens und des Schreibens im Fokus. Hier denkt man zunächst insbesondere an Schülerinnen und Schüler mit einer diagnostizierten oder vermuteten Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS).
Aber auch für viele Schülerinnen und Schüler, die im muttersprachlichen Unterricht keine besonderen Defizite aufweisen, stellt das Erlernen der englischen Sprache aufgrund der Orthographie und der Phonologie eine Herausforderung dar. Die in diesem Modul
vorgestellten Informationen zielen auf eine Förderung aller Schülerinnen und Schüler in diesen Kompetenzbereichen ab. Sie beruhen auf aktuellen fachwissenschaftlichen und fachdidaktischen Kenntnissen.
Im Folgenden setzen Sie sich zunächst mit typischen Fehlerquellen in schriftlichen Texten von Schülerinnen und Schülern auseinander. Anschließend sehen Sie einen kurzen Film, in dem eine muttersprachliche Schülerin ihre Schwierigkeiten in diesem Bereich beschreibt. Eine Simulation ermöglicht es Ihnen, selbst zu erleben, wie es sein könnte, mit LRS sinnentnehmend zu lesen. Im weiteren Verlauf wird es darum gehen, typische Merkmale zu erkennen und Strategien zur Förderung herauszuarbeiten.-
Im Folgenden werden grundlegende Begriffe zu Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten erläutert.
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Überlegen Sie, welche Relevanz die vorgestellten Aspekte für Ihren Umgang mit Schülerinnen und Schülern, die Schwierigkeiten im Lesen oder in der Rechtschreibung zeigen, haben.
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Mit den folgenden Materialien bieten wir Ihnen die Möglichkeit, einzelne Aspekte des Minimoduls individuell zu vertiefen.
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Sie werden Möglichkeiten des aufmerksamkeitsfördernden Unterrichtens kennenlernen, vor allem die Bedeutung einer klaren und eindeutigen Strukturierung des Lernumfelds und der Lernmaterialien sowie Potentiale der Rhythmisierung und Visualisierung im fremdsprachlichen Lernprozess.
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Vielfältige Ursachen von KonzentrationsbeinträchtigungAls Erklärungsmuster für Konzentrationsbeeinträchtigung bzw. verminderte Aufmerksamkeit entsteht häufig der Eindruck, dass ein Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom mit oder ohne Hyperaktivität vorliegt. Mit Blick auf verschiedene Erklärungsmodelle (entwicklungstheoretische, medizinische, psychodynamische, kognitionspsychologische und polit-ökonomische Modelle), können zusammenfassend folgende Ursachenfaktoren, die sich natürlich auch gegenseitig bedingen können, genannt werden:
- traumatische Erlebnisse
- erhöhte Anforderungen an die Reizverarbeitung
- medizinisch diagnostizierte Störungen
- genetische Faktoren
- Frustrationen aufgrund von Ausgrenzungserfahrungen, Etikettierungsprozessen und mangelnden Leistungsergebnissen
- Vorbilder in der Peergruppe
- Praktizieren einer bisher als erfolgreich erlebten und verfestigten Strategie
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Bitte teilen Sie Ihre Erfahrungen aus der Übung zum "Wörtersuchen" mit uns indem Sie den Fragebogen öffnen uns ausfüllen.
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Bitte teilen Sie Ihre Erfahrungen aus der Übung zum "Wörtersuchen" mit uns.
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Gehen Sie gedanklich bitte einmal die Schülerinnen und Schüler einer Ihrer Englisch-Gruppen durch und suchen Sie ein Beispiel eines eigenen Schülers oder einer eigenen Schülerin, der/die mit den Herausforderungen zu kämpfen hat, die oben beschrieben wurden.
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In der Gruppenarbeit zu Beginn des Moduls hörten Sie Yousef, der seine Muttersprache Arabisch nutzt. In diesem Minimodul geht es um Lernende wie ihn, die vor ihrem Einstieg in den englischen Fremdsprachenunterricht bereits andere Sprachen erlernt haben, z.B. die, für die Deutsch bereits die erste Fremdsprache ist. Ihre Lernerfahrung wird sich von der eines Schülers oder einer Schülerin, der oder die mit Englisch seine bzw. ihre erste Fremdsprache erlernt, unterscheiden. Linguistische Unterschiede, z.B. ob es Parallelen in der Grammatik oder im Wortschatz der verschiedenen Sprachen gibt, werden sich auf den Sprachlernprozess des Schülers oder der Schülerin auswirken. Darüber hinaus bringen Lernende, die eine andere Muttersprache als Deutsch sprechen, häufig zusätzliche kulturelle Erfahrungen mit, die eine Perspektiverweiterung für den Englischunterricht bedeuten können.
Sie werden in diesem Minimodul zunächst Ausschnitte aus Schülerinterviews sehen, in denen diese sich zur kulturellen Vielfalt in ihrer Klasse äußern. Anschließend lesen Sie einen Text zur Didaktik der Mehrsprachigkeit und setzen sich mit Hilfe eines Fragebogens mit ihrer eigenen Sprachlernbiografie auseinander, die eine gänzlich andere als die Ihrer Schülerinnen und Schüler sein kann. Ihnen werden dann verschiedene Möglichkeiten vorgestellt, mit denen Sie die soziokulturelle Vielfalt und die Mehrsprachigkeit der Lernenden aufgreifen können. Sie sind abschließend eingeladen, aus dieser Sammlung Methoden für eine bestimmte Lernsequenz auszuwählen.-
Erfahren Sie, wie Schülerinnen und Schüler den Stellenwert von soziokultureller Vielfalt und Mehrsprachigkeit im Englischunterricht wahrnehmen und bewerten.

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Wie kann es uns gelingen, unsere Lernerinnen und Lerner für eine möglichst selbstverständliche Verwendung der Zielsprache im Englischunterricht zu motivieren? Was ist mit funktionaler Einsprachigkeit gemeint? Welche Strategien der funktionalen Einsprachigkeit können in maximal heterogenen Gruppen zielführend zum Einsatz kommen?
Mit diesen Fragen beschäftigen wir uns im Minimodul „English, please“. Ausgehend von der Tonaufnahme eines fiktiven Gruppenarbeitssettings geht es zunächst in die Begriffsklärung der „funktionalen Einsprachigkeit“. Sie sehen dann einen Ausschnitt aus einem Vortrag von Prof. Butzkamm zum „mother tongue mirroring“ und erhalten die Gelegenheit, weitere Techniken zur Steuerung der funktionalen Einsprachigkeit für Ihren eigenen Unterricht zu prüfen.-
Nachdem Sie das Video von Wolfgang Butzkamm angeschaut haben, möchten wir Sie einladen, sich einige weiterführende Gedanken zu seinen Ideen zu machen.
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Mit den folgenden Materialien bieten wir Ihnen die Möglichkeit, einzelne Aspekte des Minimoduls individuell zu vertiefen.
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In diesem Minimodul geht es um die individuelle Förderung und Forderung von Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf im Englischunterricht.
Nach einem kurzen Impulsvortrag zum Thema erhalten Sie zunächst einen Überblick über die Förderschwerpunkte in der sonderpädagogischen Förderung.
Was bedeutet es für meinen Englischunterricht, wenn ich beispielsweise einen Schüler oder eine Schülerin mit dem Förderschwerpunkt ES (emotionale und soziale Entwicklung) in meiner Lerngruppe habe? Welche unterrichtlichen Maßnahmen kann ich in meinem Englischunterricht treffen, um meinen Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischen Förderbedarfen das Lernen einer Fremdsprache zu erleichtern? Wir stellen Ihnen für jeden einzelnen Förderschwerpunkt Maßnahmen zur Förderung und Unterstützung des Lernens vor.
Im Folgenden werden dann die Chancen der Zusammenarbeit in multiprofessionellen Teams in der Schule thematisiert. Machen Sie den Selbsttest und entdecken Sie Ihr eigenes Persönlichkeitsprofil in der multiprofessionellen Zusammenarbeit. Welchen Stellenwert haben „Diagnose und Didaktik“, „innerschulische Kooperation“ und außerschulisches „Networking“ für Sie persönlich?
Prüfen Sie abschließend konkretes Unterrichtsmaterial auf seine Barrierefreiheit für eine maximal heterogene Schülerschaft und übertragen Sie das Gelernte auf Ihr eigenes Handeln im differenzsensiblen Englischunterricht.-
Mit den folgenden Materialien bieten wir Ihnen die Möglichkeit, einzelne Aspekte des Minimoduls individuell zu vertiefen.
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Im dritten Modul von QualiTIES - Qualifying Teachers for Innovative English Settings möchten wir Sie mit den Prinzipien des Task-Based Language Learning vertraut machen. Task-based Language Learning (TBLL) ist ein Ansatz, der sich aufgrund
seiner Grundprinzipien für die Planung und Durchführung von kompetenzorientiertem Englischunterricht in heterogenen Settings besonders gut eignet. Durch theoretische und pragmatische Erweiterungen des Modells, die im Rahmen von jüngeren Arbeiten entstanden sind, werden die Chancen für die produktive Nutzung des Ansatzes im inklusiven und heterogenen Englischunterricht konkreter berücksichtigt. Wie Sie im Modul selbst erfahren werden, gibt es viele verschiedene Modelle von TBLL. Obwohl diese theoretische Vielfalt überraschen mag, eröffnen die verschiedenen Konzeptionalisierungen die Möglichkeit, den Ansatz für unterschiedliche Schulformen, Schulstufen, und Schülerschaften situationsgerecht anzupassen. In diesem Modul werden Sie zunächst die Gelegenheit haben, eine gefilmte Sequenz des Unterrichtsvorhabens "A trip to London" zu betrachten.
Anschließend beschäftigen Sie sich mit den Prinzipien von TBLL und den damit verbundenen Chancen für ein heterogenes Lernsetting, bevor es um mögliche Herausforderungen für einzelne Schülerinnen und Schüler in der situierten Umsetzung dieses Unterrichtsmodells in Ihrem Klassenzimmer gehen wird. Zum Schluss werden Sie in die eigene Unterrichtsplanung anhand des TBLL-Models einsteigen.
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TBLL kann für die verschiedenen Schülerinnen und Schüler ganz unterschiedliche Herausforderungen und Chancen mit sich bringen. Schauen Sie sich erst an, welche Probleme und Potenziale TBLL für einen Schüler in der 7c bedeuten könnte. Anschließend reflektieren Sie, wie eine ähnliche Analyse der Herausforderungen und Chancen von TBLL für eine Schülerin bzw. einen Schüler Ihrer eigenen Klasse aussehen könnte.
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Wenn Sie einzelne Aspekte von TBLL für sich noch genauer beleuchten möchten, finden Sie hier empfohlene Materialien unterschiedlicher Art.
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In diesem Modul haben Sie die Gelegenheit, eine Unterrichtseinheit auf Basis der vorher erarbeiteten Konzepte zu entwerfen. So soll die theoretische Auseinandersetzung mit Heterogenität und Inklusion durch die Entwicklung einer Einheit entlang der Prinzipien von TBLL Ihnen die konkrete Umsetzung ermöglichen. Damit Sie eine Einheit entwickeln können, die Ihrem Kontext angepasst ist, werden in diesem Modul weniger interaktive Aufgaben angeboten. Stattdessen wird Ihnen Scaffolding geboten, damit Sie erfolgreich die Konzepte der vorherigen Module in Ihrem Unterricht umsetzen können.-
An dieser Stelle haben Sie Gelegenheit, Ihren eigenen Unterricht zu planen. Dabei wird Sie ein Scaffolding Tool unterstützen, in dem Fragen zu den unterschiedlichen Elementen einer Lerneinheit gestellt werden, welche Sie entlang des Lernaufgabenplanungsmodells führt.
Diesen Entwurf können Sie in Moodle hochladen, wo es dann für die Moderatorinnen und Moderatoren sichtbar sein wird (aber nicht für andere Teilnehmerinnen oder Teilnehmer). Sie können den Entwurf auch exportieren, lokal speichern, ausdrucken und zur nächsten Präsenzsitzung mitbringen.
Wenn Sie mit einer Kollegin bzw. mit einem Kollegen zusammen arbeiten, brauchen Sie das Dokument natürlich nur einmal auszufüllen.
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